Schmiedeseminar im Januar bei Frühlingshaftem Wetter.
Kategorie: Tagebuch
Eine nette Truppe kam da zusammen die viel geschafft hat.
Bei denen die dabeiwaren möchte ich mich bedanken, mir hat es viel Freude bereitet ein Wochenende mit euch zu verbringen.
Denen die gerne dabeigewesen wären möchte ich Fotos zeigen und für das nächste mal einladen.
Georg
Handwerk und eine ganze Menge Kraft – Weiterbildung auf der Domäne Heidbrink. 21.1.07
Wieder einmal loderten die Feuer in der Kunstschmiede Georg Petau. Lehrgangsteilnehmer schwingen selber den Hammer.
Drei Schmiedefeuer loderten am Wochenende in der großen hohen Werkstatt der Kunstschmiede Petau auf der Domäne Heidbrink. Trotz offener Werkstatttür herrschen angenehme Temperaturen in der Schmiede, von der Kälte draußen ist fast nichts zu spüren. Die Luft riecht nach verbrannter Steinkohle und rhythmische Hammerschläge dringen ins Ohr. Betriebsame Hektik herrscht in der Schmiede. Die Lehrgangsteilnehmer halten mit hochroten, rußverschmierten Gesichtern die drei Schmiedefeuer in Gang. Der Kunstschmied Georg Petau hat zu einem seiner Wochenendlehrgänge eingeladen. Die Kursteilnehmer kommen, wie immer, aus allen Teilen Deutschlands ins schöne Polle, um in der kreativen Abgeschiedenheit der Domäne Heidbrink aus kaltem Metall schöne oder praktische Dinge zu erschaffen. So vielfältig wie die Projekte sind auch die Berufe der Kursteilnehmer. Vom Schlosser, über den Ingenieur bis hin zum Arzt waren hier schon fast alle Berufe vertreten, meint der Schmied Georg Petau bei der Frage nach der Vorbildung der Teilnehmer. Schmieden ist auch schon lange keine reine Männerdomäne mehr, regelmäßig nehmen Frauen an seinen Kursen teil und das „schwache Geschlecht“ erschafft schöne Dinge mit Hammer, Amboss und dem heißen Schmiedefeuer. Schmieden ist nicht nur eine reine Sache der Kraft, auch Technik und Geschicklichkeit spielen eine wesentliche Rolle. Kurze schnelle Hammerschläge, lassen den Schmied zurück an den Amboss eilen. Eine seiner Kursteilnehmer braucht seine Unterstützung beim Schmieden. Das glühende Eisen liegt auf dem Amboss, der Schmied nimmt den Hammer und Stephanie, eine der Teilnehmerinnen, den bereitstehenden Vorschlaghammer. Mit rhythmischen Schlägen bearbeiten beide das Stück Eisen. Nach kurzer Zeit stehen Stephanie die Schweißperlen auf der Stirn und das Atmen fällt schwer. Erst als das Eisen nicht mehr rotglühend ist, hören die rhythmischen Hammerschläge auf. Das Stück Eisen ist jetzt ein Stückchen dünner und dafür länger geworden. Erschöpft setzt Stephanie den Hammer ab und wischt sich den Schweiß aus der Stirn. Zurück in der Esse wird das Eisen erneut durch das lodernde Schmiedefeuer bis zur Weißglut erhitzt. Der Schmied Georg Petau hat jetzt wieder ein paar Minuten Pause. Schmieden ist immer Teamarbeit, man kann durch einen zweiten oder dritten Hammer die fehlende Kraft ersetzen und kommt dann auch ans gewünschte Ziel. Kaum ist der Satz gefallen, ruft der nächste Kursteilnehmer den Schmied mit kurzen Hammerschlägen auf den Amboss zur Hilfe.
Viele meiner Kursteilnehmer sind vom Schmiedevirus infiziert und richten sich dann selbst eine kleine Schmiede mit Esse und Amboss ein. Auch verbinden seine Kursteilnehmer den Besuch mit einem Urlaub im Weserbergland und kommen für weitere Kurse zurück auf die Domäne Heidbrink. Nach der Motivation dafür gefragt, äußert sich eine Kursteilnehmerin vom Niederrhein. „Die kreative Abgeschiedenheit der Domäne Heidbrink im schönsten Weserbogen inspiriert mich ungemein.“
|
| ![]() Günter Dirk und Georg beim Drücker für die Burg Polle. ![]() Lutger und Dirk mit den geschmiedeten Sachen am Sonntag. ![]() Die geschmiedeten Sachen auf einem Haufen, Eisen ist ein wunderbarer Werkstoff! |




