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Der erste Durchgang

Das lokale Erz aus Straß wurde von uns mitgebracht und beim Rennofensymposium im gebauten Ofen, Abstichofen nach Befund aus dem Burgenland, verhüttet. Anstelle des sonst verwendeten Blasebalges (der  zu groß für den Transport ist) wird ein Gebläse mit gleicher Luftmenge verwendet.

Der Ofen wurde mit 19kg geröstetem Eisenerz beschickt. Das Erz hat einen Eisengehalt von durchschnittlich 60%. Weiterhin wurde der Ofen mit 35 kg Holzkohle befüllt.
Nach ca. 5 Stunden war das Erz durchgeschmolzen. Der Ofen wurde geöffnet und es konnte eine Luppe von 5,5 kg ausgeschmiedet werden! Dieses Ergebnis stellt einen großen Erfolg dar. Diese Leistung wurde vermutlich durch die lange Anheizphase des Ofens von zwei Tagen erreicht.

Für Samstag,

ist vorgesehen den Ofen nocheinmal zu befüllen. Diesmal wird das Erz vom Rennofensymposium des letzen Jahres in Greven (2004) verwendet. Vielleicht gelingt es diesmal eine schmiedbare Luppe zuerhalten. Bei den letzten Versuchen mit diesem Erz wurden nur Luppen mit einer Qualität von Gußeisen erreicht.

Am Sonntag

wird der Ofen nocheinmal in Betrieb genommen und wieder mit dem Erz aus Straß befüllt.

Der Abstichofen

Ein Model dieser Ofenform, des Abstichofens, wird im Germanischen Gehöft schon über 25 mal mit Erfolg betrieben.
Sämtliche Bauteile und Materialien für die Eisenerzeugung werden in einem Umreis von 20 km um das Museum gefunden.
Im Museum wird der Ofen mit einem großen Blasebalg (2m Länge, Handbetrieb mit 3 Mann über 6 Stunden) betrieben.

Freilichtmuseum Elsarn Österreich

Das Projekt „Germanisches Gehöft“ Elsarn entwickelte sich als Teil der Konzeption „Kulturpark Kamptal“, zu der sich elf Gemeinden des Kamptales zusammengeschlossen haben, um miteinander in ihrer Region Kulturmanagement zu betreiben.

In enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien und dem Botanischen Institut der Universität für Bodenkultur wurden Pläne und Modelle der Anlage entwickelt, die das Projekt auf eine wissenschaftliche Basis stellten. Studenten der Ur- und Frühgeschichte gingen dann, unterstützt von Univ. Ass. Dr. Alois Stuppner, ans Werk und errichteten im September 1997 das Wohn-Stall-Gebäude. Nach und Nach kamen weitere Gebäude hinzu, bis schließlich zu Pfingsten 2001 die Anlage eröffnet werden konnte, an deren Errichtung auch die Bevölkerung mitgearbeitet hatte.

Bereits nach zwei Jahren wurde dem "Germanischen Gehöft" ein weiteres Gebäude hinzugefügt - die Schmiedwerkstatt. Es wurde ein Hochofen errichtet um das Erz einschmelzen zu können. Unsere Schmiede haben bereits die ersten Erfolge ihrer Arbeit der Öffentlichkeit präsentiert.
 

Mehr Informationen unter  http://www.freilichtmuseum-elsarn.at